Dass üppigere Models mittlerweile den Laufsteg erobern, für Kampagnen gebucht werden und man sie in Werbespots und Katalogen für Übergrössen sehen kann, wissen wir inzwischen.
Die Medien haben über dieses Thema, gerade in der letzten Zeit, oft berichtet.
Auch Bild.de brachte Mitte Januar diesen Jahres eine kleine Bilderstrecke mit dem Titel
„Üppige Kurven-das gibt es auch in Deutschland !“ Zu sehen waren deutsche, professionelle Plus Size Models, auch Big Beauty Models oder Oversize Models genannt.
Fast jede Frau hat in ihrer Kindheit oder Jugend davon geträumt, Schauspielerin oder Model zu sein. Diese Träume fanden dann meist ein Ende, weil eben genau die nötigen Gardemaße fehlten.
Inzwischen haben auch Frauen mit Kurven eine Chance auf den Traumjob. Es gab bereits im TV einige Sendungen, die über entsprechende Castings berichtet haben.
Allerdings sind auch hier die Kriterien sehr hart und nur ein paar Pfunde mehr auf den Rippen zu haben, reicht im Modelbiz bei Weitem nicht aus.
Grundsätzlich kann man sagen, dass auch an Plus Size Models die gleichen Anforderungen
gestellt werden, wie an die schlanken Models: die Proportionen müssen stimmen !
Nur dass hier nicht von 90-60-90 ausgegangen wird, sondern von 90-60-90 plus !
Als Model für Übergrössen kann man sehr gut mit einer Konfektionsgrösse 42 oder 44 arbeiten, manchmal auch mit Grösse 46. Ganz wichtig ist, dass das Model bei Oberbekleidung UND Hosen, bzw Röcken, in eine einheitliche Grösse passt! Wer zum Beispiel oben eine Grösse 40 trägt und unten eine 44, ist für den Modeljob leider nicht geeignet. So hart wie es klingt.
Schliesslich soll das Model auch im Modebereich verbucht werden und man muss sich immer bewusst machen, nicht die Kleider werden dem Model extra auf den Leib geschneidert, sondern das Model wird gebucht, damit es in die vorhandenen Kleiderstücke passt.
Dies sind bei Jobs für Showroom oder Katalog meistens so genannte Musterteile, von denen es nur Einzelteile gibt und die erst später für den Markt produziert werden und in die das Model passen muss.
Auch um eine Mindestgrösse von 1.73 m kommt man nicht herum. Ab 1.80 m wird es dann wieder problematisch, wegen der Hosenlängen.
Weiterhin sind enorm wichtig : Austrahlung, gesunde und gepflegte Haare und Haut, gute Zähne und eine körperliche Fitness. Ein Model muss in der Lage sein, Körperspannung über viele Stunden zu halten und in verschiedenen Posen, auch manchmal unbequeme , zu verweilen, wenn es der Fotograf verlangt. Dabei muss man die Kleidungsstücke, auch wenn sie einem nicht besonders gefallen, so präsentieren, als seien diese das schönste Brautkleid der Welt.
Bestenfalls ist das Model fotogen und auch telegen, so erweitert sich der Einsatzbereich und das Model kann im Bereich unbewegte und bewegte Bilder tätig sein. Es klingt komisch, aber ist man fotogen, ist man nicht auch automatisch telegen. Eine Kamera kann gnadenlos sein.
Und selbst für Plus Size Models gilt, Maße halten und auf die Figur achten !
Gute Agenturen überprüfen regelmäßig per Maßband den Umfang von Brust, Taille, Hüfte.
Schon minimale Schwankungen können entscheidend sein. Wie bei den schlanken Models auch, kann es passieren, dass ein Model nach Hause geschickt wird, weil es nicht in die Kleiderstücke passt und die Angaben auf der Sedcard, der „Personalausweis“ eines Models, auf dem alle relevanten Maße stehen, nicht stimmen. Wenn das passiert, kann es ziemlich viel Ärger geben!
Auch wenn es so einfach aussieht, leichtfüssig über den Catwalk zu gehen, ein Modefoto wie zufällig am Strand fotografiert aussieht, es ist harte Arbeit!
Model zu werden ist schwer. Model zu sein auch ! Aber mit Disziplin, den entsprechenden Voraussetzungen und etwas Glück, muss es ja kein Traum bleiben!
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