Jedem von uns ist wahrscheinlich folgende Situation vertraut: Man steht vor dem Kühlschrank, greift zum Joghurt und überlegt im selben Moment, ob man sich nicht doch vielleicht ein herzhaftes Käsebaguette zubereiten soll. Oftmals empfinden wir keinen Hunger sondern haben einfach nur Appetit. Uns treibt die Lust etwas zu essen, ohne dass wir ein großes Hungergefühl empfinden. Frustessen? Lustessen? Essen aus Langeweile?
Die Autorin Sabine Szymanski schreibt unter anderem genau über diese Themen in ihrem Buch „Nie wieder Diät”.
Laut Frau Szymanski unterscheidet man genau drei Arten von Hunger: Den Kopfhunger, den Herzhunger sowie den Bauchhunger.
Unter „Kopfhunger“ versteht man all die Gedanken, die sich mit dem Thema Essen beschäftigen. Ob uns auf der Strasse der Geruch einer frisch gebratenen Currywurst in die Nase steigt, wir auf die Uhr schauen und denken, dass es doch mittlerweile schon Zeit wäre, ein Mittagessen zu sich zu nehmen, oder dass man weiß, dass man einfach die nächsten Stunden nicht mehr zum Essen kommt und quasi auf Vorrat isst.
Ganz anders beim „Herzhunger“: Hier werden wir durch unsere Gefühle dazu verleitet, essen zu wollen. Aus Situationen wie Trauer, Freude, Angst oder Ärger entwickelt sich ein immer stärker werdendes Gefühl, das sich dann solange verstärkt, bis wir ihm endlich nachgeben, um dann für kurze Zeit ein Gefühl der Befriedigung zu erreichen. Es sind vor allem Situationen, die uns eventuell auch überfordern und die wir mit Essen versuchen wegzuschieben oder einfach nur zu beruhigen. Dies ist ein Zeichen, dass der Hunger unseres Herzens nicht gestillt ist.
Zum Schluss gibt es noch den „Bauchhunger“, auch „körperlichen Hunger“ genannt, der sich meist durch einen knurrenden Magen bemerkbar macht. Dies ist eines der natürlichsten Zeichen unseres Körpers, das uns darauf hinweisen möchte, dass unser Körper nach Nahrung verlangt.
In Zeiten, in denen wir Essen im Überfluss haben, kennen die wenigstens von uns noch den echten Hunger, aber vielleicht sollten wir uns ab und an einfach mal hinterfragen, aus welchem Grund wir gerade zum Essen greifen. Dieses Buch könnte dabei ein hilfreicher Ratgeber sein.
….. und welchen Hunger verspürt ihr gerade?
Wer nur nach seinem Herzen geht, erhöht die Wahrscheinlichkeit, später Hunger leiden zu müssen. Wer nur nach seinem Verstand geht, erhöht die Wahrscheinlichkeit, später in einem goldenen Käfig zu sitzen. In einem Käfig, wo das Herz Hunger leiden muss.