Mode für Mollige, Dicke und Übergewichtige

by Miriam on 16. Februar 2008

Die Mode für Mollige ist eigentlich die Mode für die “normalen” Frauen, denn wie sich herausgestellt hat passen die meisten Frauen nicht in die Größen, die von den Mode-Herstellern angeboten werden. So sollen bis zu 78 Prozent der Deutschen nicht mehr in die klassischen Konfektionsgrößen hineinpassen, die Modeindustrie produziert an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Dass die “normale” Größe des einen Herstellers wunderbar passt, frau bei einem anderen Hersteller aber eine Übergröße benötigt, das hatten wir schon mal besprochen, als es um die richtige Größe ging. Doch selbst innerhalb einer Marke können die Größen variieren.

Doch was ist eigentlich “mollig”? Bei Ulla Popcken beginnen die großen Größen ab Größe 42, bei Happy Size wird bereits ab Größe 40 geliefert, H&M sieht anscheinend Größe 44 noch als normal an, bevor man in die Big and Beautiful-Abteilung wechseln muss. Gleichzeitig versuchen einige Hersteller mehr oder weniger charmante Umschreibungen zu finden, sei es Mode für starke Frauen, XXL-Mode, Mode in Großen Größen, Mode für Frauen mit Format, Mode für grossartige Frauen. Selbst Rubens wird manchmal noch zitiert, auch “barocke Figur” wurde gesichtet. Alles, aber nicht “Mode für Dicke”. Auch nicht “Mode für Übergewichtige”. Dick und Übergewicht sind anscheinend verbotene Begriffe. Dumm nur, das die nun gewählten Euphemismen sich auch abnutzen werden, so dass mollig immer mehr zum negativ beladenen Synonym für “dick” und “übergewichtig” wird.

Doch wo hört mollig auf und fängt dick tatsächlich an? Bis wann sind die Extra-Pfunde noch akzeptabel mollig und vielleicht sogar gesund, ab wann zeugen sie von ungesundem Übergewicht? Es wird immer noch gestritten, wie das überhaupt gemessen werden soll. Das Grundübel der derzeiten Diskussionen zwischen Fit statt Fett und Leben braucht Gewicht zeugt davon, dass ab einer bestimmten Kleidergröße bereits für manche das Übergewicht beginnt, obwohl sich eine normalgewichtige Frau darin wohlfühlt. Ich trage 42, also bin ich dick? Nein! Ich trage 42, weil die Modeindustrie es über Jahrzehnte verpennt hat, ihre Größen an die Veränderungen anzupassen. Wir werden größer, wir werden auch breiter (und manche übertreiben es bei letzterem). Die Kleidergröße hat keine Bedeutung in Bezug auf die Gesundheit der eigenen Figur (die ganz großen Größen seien hier mal ausgenommen). Und ein BMI über 25 kann gesünder sein, wenn man Sport treibt und ansonsten gesund lebt, als ein BMI von 23, wenn man raucht, trinkt und keinen Sport treibt. In der derzeitigen Diskussion hingegen gibt es nur Extreme. Magersüchtig oder fett. Dabei ist die Differenzierung hier notwendig, denn wie man sieht, passen die wenigsten Frauen in die Schubladen, die der BMI-Rechner oder die Modeindustrie bereitstellen. Um das zu verdeutlichen lohnt sich ein Blick auf die Illustrated BMI Galleries auf FlickR: Eine normal aussehende Frau ist bereits übergewichtig, und das ist kein Einzelfall, andere sind mit einem BMI über 30 bereits stark übergewichtig, auch wenn sie gerade mal pummelig aussehen.

Und schaut man sich zum Beispiel in unserer Meta-Suche Dessous für Mollige oder Tops in großen Größen an, dann sieht frau sogar immer öfter normalgewichtige und mollige Models, sofern sich der Hersteller das traut. Denn einige Hersteller wollen nicht mit diesem Geschäft für Übergrößen in Verbindung gebracht werden und verkaufen nur online. Oder sie stellen wie H&M die Big and Beautiful-Linie in Amerika ganz ein. Die runder werdenden Kunden werden es ihnen danken.

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Marlies 3. Mai 2008 um 21:08

Naja,
teilweise stimmt das schon. Mittlerweile gibt es xxl grössen und das entspricht gerade mal einer 44iger Grösse – echt toll, was sich die designer da einfallen lassen.
ich denke extrapfunde sind noch solange gesund, solange die trägerin dieser pfunde sich rundherum wohl fühlt – abgesehen vom kleiderkauf. das ist ein alptraum, da gibt es viel zu wenig und wer will schon u.p. tragen? altmodisch, blöde schnitte, hässliche muster..kaum was aktuelles, alles sackform.
h&m hat das schon besser im griff aber da stimmt die qualität leider nicht. dabei gibt es sooo schöne sachen, man muss nur suchen

Martina 2. Oktober 2008 um 16:27

Hallo,

ich bin am verzweifeln: ich habe eigentlich SChuhgröße 39, aber seit ich so zugenommen habe, passen mir in der Regel kaum noch Schuhe. Ich kauf dann oft Gr 41, nur weil die dann etwas weiter sind, aber sie sind mir dann zu lang! Ich brauche einfach ganz weite Schuhe in Größe 39. Könnt Ihr mir sagen, WO ich die kaufen kann???????? Gibt es Kataloge??????????????????

Vielen Dank im voraus!!

Gruß
Martina

evi 7. Februar 2009 um 23:17

hiich finde das es viel zuwenige bhs in schönen farben und formen in den größen g-h-i-j-ab 120 gibt auch ist es bei den slips und überhaupt den dessous ab größe 60 so .ich suche schon sehr lange einen schönen badeanzug in der größe 60 mit g-cup- aber an sowas denkt die mode industrie ja nicht .genauso ist es bei stiefeln ,die sind an den beinen viel zu eng geschnitten-an den waden.und dann ist diese mode meistens -falls es überhaupt was gibt-sehr teuer.ich finde das wir auch das recht haben schön und sexy auszusehen-das darf nicht nur bei den dünnen so sein. lg von evi

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