Unterhaltsam und sehr kurzweilig war der Film “Secret Society”, symphatisch und liebenswert die Hauptdarstellerin. Immer wenn die Handlung oder die Personen ins Drama abzudriften schienen, schrieb das Drehbuch eine elegante Kurve ins Leichte vor. Es fehlten Streits, Auseinandersetzungen, die ins Detail gehen, nicht, dass sie wirklich gefehlt haben, aber meiner Meinung nach macht dieses Fehlen von Auseinandersetzungen den Film so besonders. Daisy streitet nicht, sie lebt ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach das, was ihr gut tut und bekommt am Ende, was sie will, sie muss sich nicht mal gegen ihren Mann entscheiden. Der Ablauf ist sehr reibungslos, trotzdem nicht langweilig, vielleicht, weil man auf einen ordentlichen Streit wartet …
Da das Thema Sumoringen gewählt wurde, um das Selbstvertrauen von Daisy aufzumöbeln, scheint es natürlich von vornherein alles etwas abwegig, genau, wie die kostspielige japanisch anmutende Einrichtung oder die Taufe von Daisy in dieser märchenhaft schönen Landschaft.
Aber genau das macht den Film ja auch so schön, trotz des ernsten Themas.
Als ich über den Film recherchierte, fand ich einen Artikel des NDR Fernsehens. Gleich der erste Satz der Beschreibung ist nahezu unglaublich, denn da steht, Daisy sei fett wie eine Tonne, das war sie nun wirklich nicht. Ihre Sumo-Freundinnen waren um einiges fülliger, wie würde der Autor diese wohl beschreiben?