Laut eines Artikels des Spiegels vom 08.01.08 sind 2/3 aller Deutschen übergewichtig. Forscher ermittelten nun, dass auf dem Land und im Osten die meisten dicken Menschen leben.
Schukd für das Dicksein sei beispielsweise eine fehlerhafte Selbstwahrnehmung, denn manch einer fühlt sich zu dick, obwohl er/sie es gar nicht wirklich ist, andere empfinden sich als gut genährt, grenzen jedoch bereits an Übergewicht. Auch “Unzulänglichkeiten in Hilfsmitteln wie dem sogenannten Body-Mass-Index” spielen dabei ein Rolle. Ein Body-Mass-Index (BMI) von über 25 grenze eigentlich an Übergewicht, jedoch nicht bei sehr muskulösen Menschen, denn diese haben definitiv einen höheren BMI, da Muskeln schwerer als Fett seien. Zu mehr Genauigkeit hilft hier nur die Messung des Körperfettanteils, aber auch hier scheiden sich die Geister, wie dieser am besten zu messen sei.
Henner Ertel vom Stuttgarter Institut für rationelle Psychologie meint dazu, der BMI sei lediglich ein gewisser Hinweis, der nicht wirklich optimal sei. 19.768 Männer und Frauen im Alter von 18 bis 79 wurden dazu vermessen, die aus dem Gebiet zwischen Flensburg und Zittau stammen. Erfasst wurde zum einen der BMI, wie auch der jeweilige Bauch- sowie Hüftumfang, denn einige Mediziner nutzen sie, um die auf Übergewicht basierten Gesundheitsrisiken ermitteln zu können. Der Wissenschaftler schlägt als Alternative zum BMI und Bauchvermessen den Körperfett-Verteilungsmuster-Index (KVI) vor. Errechnet wird er aus dem Quadrat des Bauchumfangs, geteilt durch den Hüftumfang. Ein ideales Fett-Verteilungsmuster haben Frauen, wenn ihr KVI kleiner als 60 sei, bei Männern sollte es kleiner als 75 sein. Darüber bestehe eine Gefährdung für Herz- und Kreislauferkrankungen. Bei Werten über 75 bei Frauen und über 85 bei Männern bestehe eine sehr hohe Gefährdung der Gesundheit. Die Frage, die sich mir hier stellt, ist ob die unterschiedlichen Körpertypen somit berücksichtigt werden können.
Das Ergebnis zeige, das der Stadtmensch weniger dick sei als der Landmensch, beide jedoch zu füllig seien. BMI und Bauchumfang zeige dies. Der durchschnittliche Bauchumfang betrage laut Studie 98,27 Zentimeter. Ab 94 Zentimeter Umfang erhöhe sich allerdings schon das Risiko von Diabetes und Infarkten. Hier frage ich mich schon, wie die unterschiedlichen größen der Menschen berücksichtigt werden. Darf ein größerer Mensch keinen größeren Bauchumfang haben? Ertel sagt sogart, dass BMI sowie der Bauchumfang leiglich Hinweise seien, aber relativ wenig zuverlässig, denn beispielsweise könnten zwei gleichgroße, gleichschwere und gleichproportionierte Männer durchaus unterschiedliche Bauchumfänge haben.
Die Thüringer seien die dicksten der Ostdeutschen, die diesen Ost-West-Vergleich verloren oder gewannen, jedenfalls leben die dicksten Menschen in Ostdeutschland hieß es. Der durchschnittliche thüringer Bauch habe bei Männern einen Umfang von 98,27, bei Frauen von 87,10 Zentimetern. Platz zwei belege Mecklenburg, gefolgt von Sachsen-Anhalt. Der Stadtstaat Hamburg habe die dünnsten Menschen (Männer 94,81, Frauen 83,63 Zentimeter), gefolgt von Bremen und Berlin. Menschen aus Großstädten und Stadtstaaten seien dünner als Menschen vom Land, weil sie sich mangels Parkplätzen in der Stadt mehr bewegen müssten.
Und das alles steht natürlich anderen Studien gegenüber, bei denen ein paar Pfunde mehr gar nicht der entscheidende Faktor sind. Natürlich, wie schon zuvor, ist das kein Freifahrtschein für eine neue Fresswelle, aber Übergewicht alleine ist nicht das Problem, solange es nicht übermäßig ist.
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