Nein, man kann seine eigenen zusätzlichen Pfunde noch nicht gewinnbringend investieren. Aber das Geschäft mit dem Kampf gegen das Übergewicht, so aufgebauscht die Schlankheitskampagnen auch sein mögen, hat die Investmentprofis der Credit Suisse dazu bewogen, den Kampf gegen Fettleibigkeit als Anlage-Trend zu sehen. Dabei sollen vor allem die Sektoren Pharma, Nahrungsmittel und Konsum profitieren, die dann im eigenen Aktienportfolio “übergewichtet” werden sollen. Und da die Politik es sich in vielen Ländern nun zur Aufgabe gemacht hat, Fettleibigkeit per Gesetz zu verbieten, bekommen die Unternehmen auch noch Schützenhilfe. Mit anderen Worten, die Unternehmen können gar nicht anders als mehr Geld zu verdienen.
Nahrungsmittelkonzerne wie Danone und Kellogg zählen ebenso zu den vermuteten Profiteuren dieser Bewegung wie auch Sportartikler Nike sowie Pharmakonzerne wie Merck und Novo Nordisk, die Medikamente gegen Fettleibigkeit und ihre Folgen entwickeln.
Wieder einmal der Warnhinweis: Übergewicht kann ungesund sein, muss aber nicht. Die Gefahren von Übergewicht sollen hier nicht runtergespielt werden. Doch die gegenwärtigen Kampagnen stärken einen Markt, der offensichtlich vor allem kommerzielle Interessen bedienen soll. Wie so etwas funktioniert, wurde am Beispiel der Abnehmmittel schon einmal diskutiert.
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